Wer ist Shanya Ashram?

Eine kurze Beschreibung der Autorin

von Peter Hermes Furian

 

Die Vorstellung, dass eine fremde Stimme jemandem ein Buch diktiert, mag für die einen faszinierend, für die anderen kaum vorstellbar sein. Auch ich habe mir ähnliche Gedanken gemacht, als die Verfasserin von „Anleitung zum Leben“ zu mir kam, um nach einem Verleger zu suchen.


Die Autorin spürte eines Tages den unbestimmten Drang, sich Schreibmaterial zu kaufen. Zuhause angekommen, versuchte sie sich zu entspannen. Ein Unterfangen, das bald sehr spannend werden sollte, denn mit einem Mal vernahm die Autorin eine Stimme, die ganz klar und fast vergnügt sagte: „So, jetzt fangen wir an.“

 

Wie mir die Verfasserin schilderte, ist diese „Stimme“ weder männlich noch weiblich. Sie meldet sich ausschließlich, um den Text zum Buch anzusagen. Shanya Ashram sieht sich in dieser Situation wie eine Art Sekretärin oder ein Sprachrohr. Die Stimme meldet sich in allen möglichen Lebenssituationen, ob im Urlaub oder auch während der Arbeit, in günstigen genauso wie in ungünstigen Fällen.

 

Für mich als Verleger dieses Buchs war letztlich nicht relevant, ob es wahr oder unwahr sein kann, was mir Shanya Ashram über die Entstehung dieser Manuskripte erzählte. Entscheidend war einzig und allein die Frage: „Was ist, wenn es nun doch so ist, aber niemand veröffentlicht dieses Buch?“

 

Wer nun glaubt, dass die Verfasserin jahrelang mentales, seelisches und körperliches Training, Entbehrungen und Willenskraft aufbringen musste, um eine "Stimme" zu hören, der irrt. Was in diesem Buch geschrieben steht, hat eine moderne, junge Frau aufgezeichnet, wortgewandt, aufgeweckt und intelligent, eine echte „Powerfrau“ und doch mit sehr weiblichen und weichen Zügen. Sie ist gebildet und steht mit beiden Beinen fest am Boden, so wie viele andere völlig „normale“ Frauen, und auch sie besitzt menschliche Stärken und Schwächen und führt ein Berufsleben, das von ausgesprochen pragmatischen, wenn nicht sogar trockenen Grundlagen geprägt ist.

 

Und dann dieses außergewöhnliche Vorkommnis: Aus heiterem Himmel hört Shanya Ashram eine Stimme, die ihr in Teilstücken Bücher diktiert, von denen sie anfangs gar nicht weiß, was sie bedeuten sollen. Die Autorin steht nicht abgehoben über den Dingen. Sie hat nicht nach diesen Ereignissen gesucht. Sie wurde ausgesucht: „Ich bin die Sekretärin dieser Stimme. Sie suchte mich, und mir geht es einfach besser, wenn ich ihr folge.“

 

Warum wurde gerade diese Frau ausgesucht? Warum nicht ich? Warum nicht Sie? Ich weiß es nicht.

 

Vielleicht spricht in jedem von uns dieselbe Stimme, täglich und zu Millionen von Menschen, und vielleicht können nur wenige ihren inneren „Lärm“ ausblenden, all die Sorgen, die Nöte und Ängste und wir schaffen es (noch) nicht das zu tun, was unsere Seele sich so sehnlich wünscht: Zuhören.

 

Shanya Ashram ist ein Pseudonym. Es ist der ausdrückliche Wunsch der Autorin, dass ihr Name nicht bekannt gegeben wird. Wenn der Verfasser eines Manuskripts nur unter einem Pseudonym publizieren möchte, dann soll es so sein. Für mich als Verleger ist das selbstverständlich, und ich respektiere diesen Wunsch. Shanya Ashram hat sich ihr Pseudonym nicht selbst ausgedacht, auch das hat „die Stimme“ entschieden.

 

Was wäre, wenn Shanya Ashram und ich als Verleger diese Ereignisse nicht ernst genommen hätten? Dann wären wir beide wohl dafür verantwortlich, dass für viele Menschen wertvolle Informationen unerreichbar bleiben.

 

Viel Freude beim Lesen dieser außergewöhnlichen Werke wünscht Ihnen herzlichst Ihr Verleger


Peter Hermes Furian

 

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